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Reitausrüstung

 

Die richtige Reitausrüstung

 

Hinweise zur Ausrüstung Ihres Pferdes, dem verwendeten Sattel und Zaumzeug, finden Sie in der Reisebeschreibung. Bitte beachten Sie die Angaben zu den jeweiligen Programmen.

Zur Ausrüstung des Reiters möchten wir gerne einige Informationen geben – denn nur wer sich wohl fühlt, kann den Urlaub zu Pferd auch richtig genießen.

Vorweg soll gesagt sein, dass ein Anfänger noch nicht das "perfekte Outfit“ benötigt, muss er doch erst einmal schauen, ob dies der richtige Sport für ihn ist bzw. für welche Disziplin des Reitens er sich nach Erlangung erster Kenntnisse entscheidet. Deshalb: Ein luftdurchlässiges, nicht zu weites T-Shirt, Polohemd oder Sweatshirt, eine Reithose mit Knielederbesatz, eine Reitkappe und Schuhe wie unten beschrieben reichen erst mal aus.

Handschuhe sind kein Muss, können jedoch das Durchrutschen der Zügel und das Wundreiben an den Fingern verhindern. Billigere sind aus Baumwolle oder Kunstfaser, Teurere gibt es aus Leder.

Ob bei einem flotten Galopp vor der Kulisse des Monument Valley oder beim Ausritt durch die Berge der Sierra Nevada: Investieren Sie in gut sitzende, atmungsaktive Sportunterwäsche ohne Nähte – das verhindert unangenehmes Wundreiten. Das Material sollte wie folgt beschaffen sein:

  • für südliche Länder aus Natur- & Kunstfasermischung
  • für kühlere Regionen aus Polypropylen (PP) oder Polyester (PES). Beide sind sehr leicht, platzsparend, dehnbar und formbeständig. Sie nehmen kaum Wasser auf, sondern leiten Schweiß nach außen und trocknen nach einer Wäsche blitzschnell. PES-Ware ist außerdem antibakteriell und damit geruchshemmend. An kalten Tagen kann lange Unterwäsche von Vorteil sein.

Warme Oberbekleidung schützt Sie auch in warmen Regionen vor kühlen Nächten. Ein Pullover oder Oberhemd aus Faserpelz auf Polyesterbasis fühlt sich angenehm an, ist schnell trocknend und leicht. Dieses so genannte Fleece wird ebenso als Jacke angeboten und ist in kalten Regionen wie Island oder Kanada wirklich Gold wert. Achten Sie beim Kauf auf die Dicke des Materials, die Auskunft über die Kältebeständigkeit gibt.

Bewährt haben sich mittlerweile auch Trekkingwesten (reißfest, atmungsaktiv, wasserabweisend), deren Taschen zusätzlichen Stauraum bieten und insbesondere Nieren, Schultern und Rücken schützen. Eine Outdoor-Jacke aus Goretex oder Sympatex findet selbst in zukünftigen Aktivurlauben seine Bestimmung. Und für den unerwarteten Regen in sonnenverwöhnten Gebieten dient einer preiswerter, klein zusammenfaltbarer Poncho aus reißfestem Nylon oder Perlon mit Polyurethanbeschichtung. Regen in warmen Regionen ist nicht tragisch, weil man schnell wieder trocken wird. In anderen Gefilden empfehlen wir allerdings Reitmäntel und Ponchos, die unbedingt über den ganzen Sattel und über die Oberkante Ihrer Stiefel gehen sollten. Bitte verkneifen Sie sich grell-bunte "Flattermänner" als Regenschutz, da diese unter Umständen das eigene Pferd nervös machen, andere Pferde stören und das Wild verscheuchen.

Hosen sollten Ihren Bewegungen standhalten können, reißfest sein, vor Nässe, Wind und Kälte schützen. Ob die Wahl zugunsten von Baumwollcord, Denim-Jeansstoff oder Schurwolle mit Beimischungen ausfällt, hängt vom Reiseziel ab. Bei Stationärprogrammen können Sie ruhig Ihrer Vorliebe nachgehen, bei Trekkingtouren empfiehlt sich ein Mikrofasergewebe: klein, leicht, eng gewebt, wasserabweisend und wasserdampfdurchlässig. Eine Alternative sind Outdoor-Trekkinghosen (mit Membrane), die viel Bewegungsfreiheit bietet. Besonders wichtig bei der Wahl der Hose ist, dass diese keine dicken Innennähte besitzt, an denen Sie sich allzuleicht wund scheuern könnten.

Dressurstiefel erfüllen bei Stationärprogrammen sicher ihren Zweck, sind aber etwas sperrig im Gepäck. Bei Planung eines Trails oder längerer Ausritte können Sie Ihre Stiefel Zuhause lassen – spätestens beim Marsch über eine feuchte Wiese oder beim Stiefel-Wiedereinstieg nach dem Picknick würden Sie die eleganten Röhren mit glatten Sohlen nämlich verfluchen.

Für Trails empfiehlt es sich auf jeden Fall, in wasserabweisende, knöchelhohe Reit- oder Trekkingschuhe (mit nicht zu grobem Profil, aber deutlichem Absatz) zu investieren. Ein Paar Minichaps dazu, handlich und auch weniger schweißfördernd als Reitstiefel, schützen ausreichend die Waden. Achtung: bei Ritten in Island sind Gummi(reit)stiefel unabdingbar, da auch Flüsse durchquert werden. Zum Wohl der Füße sollte auch die Sockenwahl überlegt sein: Für warme Regionen aus Kunstfasergemisch und Polypropylen, denn Sie nehmen wenig Wasser auf, trocknen schnell und verhindern Verdunstungskälte. Für kühlere Regionen aus Wolle mit Kunstfaserbeimischung. Dickere Socken schützen vor Druckstellen.

Ihre Sachen für einen Trail verpacken Sie am besten in wasserdichte Sporttaschen (keinesfalls in großen Hartschalenkoffer!). Wenn nicht anders beschrieben wird Ihr Gepäck von Ort zu Ort durch ein Auto transportiert. Die kleinen Dinge für tagsüber sind sehr gut in einer Gürteltasche oder einem kleinen Rucksack aufgehoben, die Windjacke bzw. der Regenmantel wird am Sattel befestigt.

Denken Sie auch an Sonnenschutz, je höher der Schutzfaktor, desto besser. Außerdem sollten Sie eine splittersichere Sonnenbrille einpacken.

Der eigenen Sicherheit dient ein Reithelm mit Dreipunkt-Kinnriemen (nach DIN-Norm). Moderne Helme sind bequem, sicher und mit einem Luftventilationssystem ausgestattet. Wir sehen Sie am liebsten „wohlbehütet” unter einem Sicherheitsreithelm nach EN 1384 mit TÜV-Siegel, wissen aber sehr wohl aus Erfahrung, dass viele Reiter eine Aversion dagegen haben. Trotzdem müssen wir darauf hinweisen: In einigen Ländern gibt es Helmpflicht, in jedem Fall aber sind Sie ohne Helm auf eigenes Risiko unterwegs. Unser Tipp: Investieren Sie ein paar Euro in einen Westernhut o.ä.
Für die gibt es im gut sortierten Fach- und Versandhandel sturzsichere Einsätze. Damit ist der Versicherung und der eigenen Sicherheit und Reiter-Eitelkeit gleichermaßen gedient. Zudem schützen solche Hüte besser vor Wind und Sonne als Reitkappen.